Meine lange und kurvenreiche Reise in ein Leben ohne Alkohol.

Auf Anfang, again.

Oh Mann. Hier bin ich wieder. Wieder bin ich hier. Ein Morgen nach einer schlaflosen Nacht, ein Geschmack wie altes Moos im Mund, der Blick zum schlafenden Kind neben mir im Bett erfüllt mich mit Traurigkeit statt mit Glück. Ich hab uns beide wieder enttäuscht. Und du bist noch zu klein um es überhaupt zu wissen, aber ich weiss es. Auf eine Art und Weise habe ich mich gestern wie schon so oft dagegen entschieden, die Mama zu sein, die du verdienst, und dagegen die Frau zu werden, die ich sein könnte, und die ein Vorbild für dich sein könnte. Ich war traurig, depressiv, und ich wollte nicht dass ich diesen Urlaub traurig uns depressiv verlebe. Aber ich bin nicht auf die Idee gekommen, mit euch zu reden oder zu spielen, oder einen Spaziergang zu machen oder zu malen oder einfach euch einen Film schauen zu lassen und mir die Decke über den Kopf zu ziehen – stattdessen habe ich den zuverlässigsten Schalter, den ich kenne umgelegt, wenn es darum geht ruck zuck alles weg zu machen was an Schwere und Enge und Dunkelheit um mein Herz liegt – zumindest bis morgen, wenn es mit zehnfacher Kraft zurück kommt, versteht sich. Ich habe mir einen Sekt eingeschenkt. Und noch einen. Und noch einen. Und noch einen. Und noch einen. Und noch einen. Und noch einen. Und noch einen.

Und für ein kleines Weilchen hat es funktioniert. Und jetzt nicht mehr.

Und es tut mir so, so leid.

Aber fürs Aufgeben habe ich Euch zu lieb, und so versuchen ich wieder Mut und Hoffnung zu fassen, dass es diesmal anders wird und diesmal auf Dauer klappt. Und damit es sich auch ein bisschen anders anfühlt schreibe ich jetzt diesen Blog.

Heute ist Tag 1 und dafür bin ich dankbar.

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